Diese Künstlergruppe hat eigentlich nicht viel gemeinsam. Die 6 Mitglieder von „The Group 1965“ teilen sich lediglich das betreffende Geburtsjahr und Japan als Heimatland. Und doch macht gerade das ihren Reiz aus. Die Kunsthalle Düsseldorf widmet dem Kollektiv jetzt die weltweit erste umfangreiche institutionelle Ausstellung.
Die Namen sagen einem erst einmal nicht unbedingt etwas. Und doch sind Makoto Aida, Parco Kinoshita, Hiroyuki Matsukage, Oscar Oiwa, Tsuyoshi Ozawa und Sumihisa Arima allesamt wichtige japanische Gegenwartskünstler. Sie arbeiten unabhängig voneinander und stellen doch zusammen aus. Dabei finden sie, dass ihr gemeinsames Geburtsjahr eine bedeutende Rolle spielt und den Zeitgeist definiert, aus dem heraus sie ihre Kunst angehen. [...mehr]
Mit dem Begriff der Anthropophagie können vermutlich nur die wenigsten etwas anfangen. Doch dabei ist er nur die griechische Bezeichnung für Kannibalismus. Dass dieser in der Kunstgeschichte ein durchaus wiederkehrendes Thema darstellt, beweist jetzt eine Ausstellung in Berlin.
Vom 28. Mai bis 21. August stellt sich der me Collectors Room die ziemlich ergebnisoffene Frage „Alles Kannibalen?“. Die Idee dahinter zielt auf die These der grundsätzlichen kannibalistischen Natur des Menschen ab – wobei das nicht unbedingt wörtlich zu nehmen ist. Und so sind die Exponate aus unterschiedlichen Epochen der Kunstgeschichte auch mal eher metaphorisch, mal ironisch gemeint, aber eben manchmal auch todernst. [...mehr]
Die spinnen, die Briten. So hätte es wohl Obelix beim Anblick der „Urethra Postcard Art“ des englischen Künstlerpaars Gilbert & George formuliert. In immer gleicher Anordnung werden da 13 identische Postkartenmotive zu einem geometrisch exakt geordneten Bild zusammengestellt. 52 Beispiele dieses Typs gibt es derzeit noch bis zum 27. August in Berlin zu sehen.
Vier Jahrzehnte ist es her, dass Gilbert & George erstmals ihre Postcard Art der Öffentlichkeit präsentierten, und vor 20 Jahren war die bis dato letzte Werkgruppe Thema einer Ausstellung. Bei Arndt in Berlin gibt es jetzt jede Menge neue Exponate zu sehen. Ob sich das Warten gelohnt hat, muss wohl jeder für sich selbst entscheiden. [...mehr]
Erstmals treffen Arbeiten des deutschen Künstlers Kurt Schwitters und des Amerikaners Ray Johnson in einer gemeinsamen Ausstellung aufeinander. Was beide verbindet, aber auch trennt, lässt sich vom 26. Mai bis 21. August im Max Ernst Museum Brühl anhand von insgesamt rund 70 Werken nachvollziehen.
In Ray Johnsons Geburtsjahr zieht die „Große Merzausstellung“ von Kurt Schwitters gerade durch Deutschland, und als letzterer 1948 das Zeitliche segnet, beendet der Amerikaner gerade einmal sein Studium am Black Mountain College in North Carolina. Begegnet sind sich die beiden nie, und so muss eine gemeinsame Ausstellung besonders wundern. [...mehr]
Im besten Sinne als Rauminstallation lässt sich dasjenige beschreiben, womit die junge zyprische Künstlerin Haris Epaminonda aufmerken lässt. Einer breiteren Öffentlichkeit wurde sie zum ersten Mal 2007 durch ihre Teilnahme an der 52. Biennale di Venezia bekannt. Derzeit widmet die Frankfurter Kunsthalle Schirn ihr eine Einzelausstellung.
Objekte, aus denen sich ihre Collagen zusammensetzen, geben bei Haris Epaminonda grundsätzlich keine Information über ihre Herkunft oder gar ihre Bedeutung. Die seltsamen Rauminstallationen aus Bildern, Filmen, Fotografien, Skulpturen und unterschiedlichen Gegenständen sprechen direkt das Assoziationsvermögen des Betrachters an. [...mehr]
Zeichnen ist von jeher ein Bestandteil des Filmemachens, und zwar nicht nur im Animationsbereich. Den „Storyboards“, Previsualisierungen dessen, was später auf der Leinwand zu sehen ist, widmet die Kunsthalle Emden bis zum 17. Juli gar eine ganze Ausstellung.
Gerne auch als „optisches Drehbuch“ bezeichnet, geben Storybards im Vorhinein eine Idee davon, wie ein fertiger Film aussehen soll. Was eigentlich nur Mittel zum Zweck und reines Arbeitsmaterial für Regisseur, Kameramann und andere Beteiligte ist, kann aber auch durchaus einen eigenständigen künstlerischen Wert haben. [...mehr]
Zu den bekanntesten Wegbereitern der Moderne gehört der oftmals als Impressionist eingeordnete Maler und Kulturpolitiker Max Liebermann. Mit einer Auswahl von 100 Werken aus allen Schaffensphasen will die Bonner Bundeskunsthalle jetzt neue Akzente in der Rezeptionsgeschichte setzen.
In 14 chronologisch aufgeteilten Kapiteln präsentiert die Ausstellung „Max Liebermann – Wegbereiter der Moderne“ das breite Spektrum an Stilen und Motiven, mit denen sich der Maler in Zeichnungen und Gemälden Zeit seines Lebens beschäftigt hat. Zu sehen gibt es unter anderem frühe Freilichtmalerei, Darstellungen der bäuerlichen Arbeitswelt, Szenen bürgerlicher Freizeitvergnügungen und Auftragsporträts. [...mehr]
In „Country Strong“ versucht sich Gwyneth Paltrow als Sängerin, während sie gleichzeitig noch die schwierige Aufgabe übernimmt, einen dem Alkohol und Selbstzweifeln verfallenen Country-Star glaubhaft darzustellen.
„Country Strong“ mit Gwyneth Paltrow, Tim McGraw, Garrett Hedlund und Leighton Meester feiert seinen offiziellen deutschen Kinostart am 09. Juni 2011. Der Soundtrack ist aber bereits seit November 2010 im Handel erhältlich. Zunächst waren Viele skeptisch, ob Paltrow der Aufgabe, nicht nur zu schauspielern, sondern auch überzeugend zu singen und Gitarre zu spielen, gewachsen sei. Inzwischen aber weiß man, dass sie sich als Sängerin durchaus hören lassen kann, war sie doch mittlerweile auch Gast-Star in einer Episode der hochgelobten Musical-Serie „Glee“. [...mehr]
Die Max Hetzler Galerie eröffnet pünktlich zu Beginn des Gallery Weekends am 29. April 2011 in Berlin die Albert Oehlen Ausstellung mit elf seiner Gemälde.
Mit der Eröffnung des Gallery Weekends in Berlin beginnt auch die Albert OehlenAusstellung in der Max Hetzler Galerie. Seine zwischen 2004 und 2005 entstandenen Gemälde mit Titeln wie „Skyline“, „Alm“ oder „Rasieren“ sind Collagen von Abbildungen, Illustrationen sowie Fotografien, die er mit Ölfarbe übermalt hat. Die Bildausschnitte werden aus ihrem Zusammenhang gerissen und mit anderen zusammengefügt. Das Augenmerk legt Oehlen auf die Bildmitte und lässt den Leinwandrand meist frei. Diese elf Werke können sich Kunstinteressierte vom 29. April bis zum 02. Juli 2011 anschauen. [...mehr]
Zahnbürsten, Schneebesen oder Joghurtbecher sind nicht unbedingt Gegenstände, von denen man im Allgemeinen ganze Sammlungen anlegt. Der Frankfurter Künstler Karsten Bott sieht das seit über 20 Jahren völlig anders. Sein geradezu erschreckend umfangreiches Archiv von Alltagsdingen gibt es derzeit in der Kunsthalle Mainz zu sehen.
Gebrauchsgegenstände ohne nennenswerten materiellen Wert nennt Karsten Bott „Geschichtsdokumente der Menschheit“. Über eine halbe Million Objekte aus dem täglichen Leben hat er deshalb seit 1988 in seinem „Archiv für Gegenwarts-Geschichte“ zusammengetragen und katalogisiert. Auf einer Fläche von 600 qm lässt sich jetzt unter dem Titel „Von Jedem Eins“ eine Auswahl von 300.000 Exponaten betrachten. [...mehr]