MTV Unplugged hat sich für die nächste Ausgabe keinen Geringeren als Panik-Rocker Udo Lindenberg ausgesucht. Das Konzert-Ereignis wird im September 2011 im Fernsehen zu sehen sein.
Eigentlich verwunderlich, dass MTV Unplugged erst jetzt auf die Idee kommt, Udo Lindenberg auf die Bühne zu bitten. Der Sänger, der mittlerweile seit mehr als vier Jahrzehnten im Musikgeschäft tätig ist, gehört zum Urgestein der deutschen Rockmusik und ist aus der gegenwärtigen Musik-Landschaft nicht wegzudenken. Er ist ein Unikat, sowohl als Mensch als auch als Musiker, und genau dafür lieben ihn seine Fans. Nicht nur für seine Kunst, auch für sein soziales und politisches Engagement wurde Udo Lindenberg mehrfach ausgezeichnet, vom Bundesverdienstkreuz über die Eins-Live-Krone bis hin zum Bambi schmücken zahlreiche Ehrungen seinen Lebenslauf. [...mehr]
Werke 9 stilprägender Fotografen aus den 1920er und 1930ern gibt es derzeit in München zu sehen. Sie alle stammen aus der Stiftung Ann und Jürgen Wilde, die mit 6000 Originalabzügen einen umfangreichen Bestand umfasst. Weitere Ausstellungen sollen folgen.
Karl Blossfeldt, Aenne Biermann, Florence Henri, Germaine Krull, August Sander und Albert Renger-Patzsch sind einige der großen Fotokünstler, von denen es insgesamt rund 110 Exponate im Rahmen der Ausstellung „Die neue Wirklichkeit. Fotografie der Moderne“ in der Münchner Pinakothek der Moderne zu sehen gibt. Jeder der Fotografen wird dabei mit bis zu zwei Themen exemplarisch vorgestellt. [...mehr]
Bob Dylan ist eine lebende Legende, die modernde Folkmusik wäre ohne ihn kaum denkbar. Im Sommer 2011 findet er für zwei Konzerte den Weg nach Deutschland und will zeigen, dass er auch nach 50 Jahren im Musikgeschäft noch lange nicht zum alten Eisen gehört.
Bob Dylan feiert in diesem Jahr bereits seinen 70. Geburtstag. Doch an den Ruhestand denkt der Musiker noch lange nicht. Mehr als 40 Studio- und Live-Alben hat er mittlerweile auf den Markt gebracht, doch es ist vor allem die mitreißende Atmosphäre bei seinen Konzerten, die seine Fans immer wieder berührt. Ende der 1980er Jahre prägte ein Journalist den Begriff der „Never ending Tour“ für die nicht abreißende Folge von Live-Auftritten rund um den Globus. 2011 führt diese Welt-Tournee Bob Dylan für immerhin zwei Konzerte auch wieder nach Deutschland. [...mehr]
Längst haben sich Sammler gefunden, die der Vorform eines fertigen Kunstwerkes mindestens genauso viel Reiz abgewinnen können wie dem Endprodukt selber. Die Skizze als Ausdruck der künstlerischen Genialität ist jetzt Gegenstand einer Ausstellung im Von-der-Heydt-Museum Wuppertal. Gezeigt werden Exponate aus der Sammlung von Bernd und Verena Klüser.
Es ist in der Kunstgeschichte kein seltener Fall, dass der Urheber selber bei der Verfertigung seiner Werke nur zusieht. In der jüngeren Gegenwart sind Werkstätten wie Warhols berühmte Factory oder auch die an industrielle Fertigung erinnernde Kunstfabrik von Jeff Koons echte Vorzeigebeispiele für diese Herangehensweise. Umso bedeutender werden zunehmend erste Entwürfe, die noch aus der Hand des Künstlers selber stammen. [...mehr]
Manchmal ist schon ein 80. Geburtstag notwendig, um einen wichtigen Künstler wieder ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken. Eine ganze Reihe von Ausstellungen würdigt derzeit Heinz Mack, einen der Mitbegründer der Düsseldorfer ZERO-Bewegung. Unter dem Titel „Licht – Raum – Farbe“ gibt es derzeit eine Auswahl seiner Werke in Bonn zu sehen.
Maler, Lichtkünstler und Bildhauer – Heinz Mack hat die Kunstwelt auf unterschiedliche Weise seit den späten 1950er Jahren maßgeblich beeinflusst. Eine aktuelle Ausstellung in der Bundeskunsthalle zeigt rund 130 Exponate, darunter auch 2 neue Lichtinstallationen mit den Titeln „Drehbarer Spiegel“ und „Zikurat“. Beide gibt es gleich im Eingangsbereich zu sehen. [...mehr]
Otto Dix, der über die Grenzen Deutschlands berühmte Maler und Graphiker, hätte im Jahr 2011 seinen 120. Geburtstag gefeiert. Die Städte Gera und Chemnitz würdigen diesen Anlass mit einer Reihe von Ausstellungen und Veranstaltungen.
Am 2. Dezember 1891 wurde Otto Dix in Untermhaus geboren, was heute ein Stadtteil von Gera ist. Eine der umfangreichsten Sammlungen seiner Werke befindet sich in Chemnitz. Das Jubiläum ist Grund genug für diese beiden Städte, sich ausführlich mit dem Leben und Wirken des deutschen Künstlers zu beschäftigen und seine Kunst der Öffentlichkeit in einer ganzen Reihe von Veranstaltungen bis einschließlich Sommer 2012 näher zu bringen. [...mehr]
Als Kunstrichtung wird der Fotorealismus gerne unterschätzt. Die Imitation der Fotografie mit Mitteln der Malerei erscheint dekorativ und wenig tiefgründig. Wie irrig diese Ansicht im Einzelfall sein kann, zeigt eine aktuelle Ausstellung im Aachener Ludwigforum, die sich mit dem American Way of Life der 70er Jahre auseinandersetzt.
Weniger die getreue Abbildung als vielmehr die Überhöhung von Wirklichkeit ist Gegenstand des Hyperrealismus. Verwandt mit der Pop Art und nicht selten von grellen Farben und Überschärfungen bestimmt, bleibt jegliche Abstraktion, aber auch eine ästhetisch angenehme Form der Darstellung außen vor. Die Detailgenauigkeit des Fotorealismus bleibt bestehen, aber wirklich angenehm anzusehen ist sie nicht. [...mehr]
Dass Kunst sich auf radikale Weise mit politischen Missständen auseinandersetzen kann, mag man in gesicherten demokratischen Verhältnissen schon mal aus den Augen verlieren. Umso mehr lohnt ein Blick auf eine Ausstellung im Leverkusener Museum Morsbroich, die sich mit aktuellen Arbeiten aus Argentinien seit den 60er Jahren beschäftigt.
Es ist noch gar nicht so lange her, dass in Buenos Aires eine Retrospektive von León Ferrari Gegenstand eines Gerichtsverfahrens wurde. Hierzulande wäre Derartiges kaum denkbar. In Argentinien hat Kunst jedoch immer noch politische Relevanz, und dass dem so ist, will die von der Kulturstiftung des Bundes geförderte Ausstellung „Radical Shift“ zum Ausdruck bringen. [...mehr]
Welche Relevanz und Vielfältigkeit das künstlerische Medium der Zeichnung besitzt, zeigt eine umfangreiche Sammlung, die dem New Yorker Museum of Modern Art 2006 geschenkt wurde. Eine Auswahl daraus ist nun im Rahmen der Berliner Festspiele erstmals in Deutschland zu sehen.
Im Englischen bezeichnet der Begriff „Kompass“ nicht nur das Navigationsgerät, sondern auch das Zeichengerät des Zirkels. Diese Doppeldeutigkeit will als Ausstellungstitel auf den Akt des Zeichnens an sich verweisen und zugleich eine Idee von der weltweit verteilten künstlerischen Beschäftigung mit dem Medium vermitteln. Die Exponate stammen nämlich im Wesentlichen aus den internationalen Kunstzentren New York, Los Angeles, Berlin, London, und dem Rheinland der 60er bis 80er Jahre. [...mehr]
Einer der bedeutendsten Bildhauer der Gegenwart ist zwar Engländer, hat sein Schaffenszentrum aber schon in den 70ern nach Deutschland verlegt. Erstmals gibt es jetzt eine Ausstellung mit Werken von Tony Cragg aus über 40 Jahren künstlerischer Arbeit zu sehen. 1000 qm Fläche sind dafür allerdings schon nötig.
50 Skulpturen, daneben Zeichnungen und Grafiken erlauben einen imposanten Einblick in das Werk eines Künstlers, für den so ziemlich jedes Material Grundlage einer Plastik werden kann. Unter dem Einfluss der englischen Land Art begann Tony Cragg einst damit, Wandreliefs aus Abfall zu gestalten. Das Prinzip des Stapelns wurde später zum Trademark seiner Kunst. [...mehr]