Für hiesige Fans der ungewöhnlichen Buchreihe um Machtkämpfe und Untote in einem mittelalterlichen Fantasy-Universum ist der 22. Mai 2012 ein wichtiger Tag. Dann nämlich erscheint der langersehnte neunte Teil unter dem Titel „Der Sohn des Greifen“. Die TV-Fassung läuft seit November vergangenen Jahres im deutschen Pay-TV.
Wer sonst nicht allzu viel zu tun hat, kann seine reichhaltige Freizeit problemlos mit jeder Menge umfangreicher Fantasy-Zyklen verbringen. Die von Tolkiens „Herr der Ringe“-Büchern losgetretene Welle will einfach nicht versiegen, und mit dem Erfolg der Filmtrilogie hat der Markt einen zusätzlichen Antrieb bekommen. Doch wirklich hervor heben sich nur wenige Beispiele. Neben den „Chroniken von Narnia“ ist „Das Lied von Eis und Feuer“ des Amerikaners George R. R. Martin die bekannteste Reihe. [...mehr]
Was kommt nach „Harry Potter“, haben sich die großen amerikanischen Filmstudios gefragt, und wie lässt sich auf den Erfolgszug aufspringen? Die Verlage freuten sich über das wachsende Interesse an Jugendliteratur mit Franchise-Potential, denn plötzlich verkauften sich die Filmrechte in diesem Umfeld viel leichter. Als sicherer Blockbuster gilt hierbei „Hunger Games“ nach den Bestsellern von Suzanne Collins.
So richtig funktioniert haben die Verfilmungen der „Narnia“-Bücher nicht, und „Der goldene Kompass“ wurde bereits nach dem ersten Teil wieder zu den Akten gelegt. Fantasy-Buchreihen für Jugendliche gibt es reichlich, doch im Kino schaffen nur wenige den echten Durchbruch. Ab dem 22. März könnte erneut eine Ausnahme die Regel bestätigen. [...mehr]
Ob nun Friedrich Dürrenmatt oder Max Frisch der bekannteste und bedeutendste Schweizer Autor des 20. Jahrhunderts war, darüber lässt sich streiten. Letzterem ist jetzt eine umfangreiche multimediale Ausstellung gewidmet, die erstmals einen Einblick in das bislang unveröffentlicht gebliebene „Berliner Journal“ ermöglicht.
Die erste Begegnung mit Max Frisch hatten die meisten aller Wahrscheinlichkeit nach in der Schule. „Andorra“, „Homo Faber“ oder „Biedermann und die Brandstifter“ gehören seit einer gefühlten Ewigkeit zum allgemeinen Kanon des Deutschunterrichts, und daran wird sich vermutlich auch in Zukunft nicht viel ändern. [...mehr]
Thriller aus nordischen Gefilden sind seit einer ganzen Weile echte Renner. Das Wetter ist ebenso kalt wie das moralische Empfinden der meisten Figuren, und so verbirgt sich hinter der Oberfläche aus Mord und Korruption oftmals ein ziemlich unangenehmes, aber ebenso zeitgemäßes Sittenbild. Jo Nesbo gehört zu den Stars der Szene. Jetzt kommt erstmals einer seiner Romane auch ins Kino.
Man muss eine Hauptfigur nicht mögen, um Vergnügen daran zu haben, sie über mehrere hundert Seiten oder Minuten hinweg zu begleiten. Roger Brown, der misanthrope Protagonist in Jo Nesbos Bestseller „Headhunter“ gehört zu diesem Typus. Doch wie der Zyniker vom Jäger zum Gejagten wird, ist allemal fesselnd und zudem echter Kinostoff. [...mehr]
Zeitweise schien es so, als würden die drei Bücher der sogenannten „Millennium“-Trilogie überhaupt nicht mehr aus den Top-Ten der Bestseller-Listen verschwinden. Auf die erste Welle des Erfolgs folgte die schwedische Verfilmung, und schon stiegen die Verkaufszahlen erneut. Nicht anders wird es sich wohl verhalten, wenn ab Januar die amerikanische Fassung in die deutschen Kinos kommt.
Eigentlich war Stieg Larsson ja nur nebenberuflich Thriller-Autor. Bekannt wurde er zunächst vor allem als Journalist und anerkannter Faschismus-Experte. Die Veröffentlichung oder gar den weltweiten Erfolg seiner einzigen drei vollendeten Romane erlebte er nicht mehr. 2005, ein Jahr nach seinem Tod, erschien der erste einer auf 10 Teile angelegten Reihe um den Reporter Mikael Blomkvist und die Hackerin Lisbeth Salander. Mittlerweile ist bereits die zweite Verfilmung fertig. [...mehr]
Für viele ist der Name des Autors eigentlich eher mit ziemlich kompromissloser Horror-Literatur verbunden. Doch Clive Barker, Verfasser der „Bücher des Blutes“ und Erfinder der „Hellraiser“-Reihe kann auch anders. Seit über 10 Jahren arbeitet er bereits an dem für ein jüngeres Publikum gedachten Fantasy-Zyklus „Abarat“. Am 12. Dezember erscheint Teil 3 jetzt auch auf Deutsch.
Als Clive Barker seinem Verlag Mitte der 90er mitteilte, dass er eine Sammlung von Kurzgeschichten für Kinder schreiben wolle, traf er auf wenig Begeisterung. Zwar hatte sich sein Jugendbuch „Der Dieb der Zeit“ gut verkauft, doch lieber wollte man sehen, dass der Autor sich auf sein Kernpublikum konzentrierte, und das war nun einmal erwachsen und an möglichst blutigem Horror interessiert. Doch Barker ließ sich nicht beirren. [...mehr]
Wer beim Namen Marilyn gedanklich spontan „Manson“ hinzufügt, hat bis heute nicht verstanden, woher der Bürgerschreck aus Ohio seinen Künstlernamen hat. In einem großformatigen Prachtband über die berühmteste aller Hollywood-Blondinen werden jetzt erstmals die Bilder ihrer legendären letzten Fotosession zusammen mit Norman Mailers literarischer Hommage veröffentlicht.
Eine der größten Projektionsflächen der modernen Popkultur war bekanntlich ein unsicheres Mädchen, das lieber alles andere gewesen wäre als das überlebensgroße Sexsymbol, zu dem sie im Verlauf ihrer Karriere geworden ist. Die Zahl der Biografien und psychologischen Studien über Marilyn Monroe sind unüberschaubar. Der bekannteste Beitrag stammt aber immer noch von Norman Mailer. [...mehr]
Der Name des Autors mag hierzulande nur wenigen etwas sagen, doch den Titel seines Debütromans von 1993 kennen die meisten. „Trainspotting“ war nicht nur als Buch, sondern vor allem auch in der Filmversion von Danny Boyle ein Riesenerfolg und erlangte rasch echten Kultstatus. Irvine Welshs aktueller Roman „Crime“ erschien vor kurzem auf Deutsch.
Wer einen Thriller aus der Sicht eines Bandwurms erzählen lässt, hält sich auch sonst eher weniger an konventionelle literarische Standards. Der seltsame Protagonist stammt aus Irvine Welshs Roman „Filth“ von 1998, der in Deutschland unter dem etwas arg plakativen Titel „Drecksau“ erschienen ist. Über ein Jahrzehnt später legt der schottische Autor jetzt eine Art Fortsetzung vor, auch wenn die Hauptfigur des Vorgängers zwischenzeitlich Selbstmord begangen hat. Bei Welsh ist eben alles irgendwie immer anders. [...mehr]
Verschwörungstheorien haben den bekanntesten Semiotiker der Gegenwart schon immer interessiert – allerdings nicht, weil er an sie glaubt, sondern weil sie eine bestimmte Geisteshaltung der Welt gegenüber widerspiegeln. In seinem neuesten Roman „Der Friedhof in Prag“ widmet er sich einer der folgenreichsten Fälschungen überhaupt.
Die sogenannten „Protokolle der Weisen von Zion“ dienten schon so manchem Antisemiten als Argument für den absurden Mythos einer jüdischen Weltverschwörung. Dass die Papiere nachgewiesenermaßen Fälschungen sind und man das auch nicht erst seit Kurzem weiß, spielt für die Demagogen dabei selbstverständlich keine Rolle. Umberto Eco hat sich des Themas jetzt auf literarische Weise angenommen. [...mehr]
Es ist noch gar nicht so lange her, da sorgte die deutsche Übersetzung von „2666“ im Feuilleton für hymnische Begeisterungsstürme. Kein Wunder, denn das Mammutwerk des früh verstorbenen Schriftstellers Roberto Balano gehört für viele zu den wichtigsten Romanen der Gegenwart. Jetzt erscheint mit „Das Dritte Reich“ posthum ein weiteres Buch des Chilenen.
Ob Roberto Balano wirklich eine Veröffentlichung dieses Romans gewollt hätte, darüber lässt sich ausgiebig streiten. Das Frühwerk existierte im Nachlass lediglich in einer Schreibmaschinenfassung und war sogar zunächst übersehen worden. Jetzt erscheint es in Deutschland sogar noch vor der amerikanischen Ausgabe. [...mehr]