Autor: Effi
Es ist kalt, es regnet und die langen Spaziergänge im Park und das Rumlümmeln in den Cafés mit parallelem Sonnenbad sind nun endgültig vorbei. Was machen? Ist doch klar: Da geht man entweder ins Kino oder ins Museum!
Und wenn man zu Besuch in Berlin ist, oder vielleicht sogar hier lebt, dann muss man noch nicht einmal auf eine interessante Ausstellung warten, sondern geht am besten gleich in die Dauerausstellung des medizinhistorischen Museums. Der Wissenschaftler Rudolf Virchow, nach dem auch die Charité benannt ist, sammelte medizinisch bedeutsame Präparate, die heute auch aus kulturhistorischer Perspektive interessant und spannend sind. Im medizinhistorischen Museum ist nicht nur die Dauerausstellung sehenswert, sondern auch die Wechselausstellungen. So machte vor einigen Jahren die Ausstellung „Schmerz“ bundesweit Furore. Derzeit gibt es eine Ausstellung zum Thema „Stigmata“, in der es um Verletzungen geht.

Das Museum wurde 1899 eröffnet und nach der Wende 1998 nicht nur saniert, sondern Virchows pathologische Sammlung um viele Exponate erweitert. So kann in einem stilisierten Krankensaal die Geschichte der medizinischen Entwicklung anhand verschiedener Krankheitsbilder betrachtet werden. Ebenso werden in der neuen Ausstellung die Geschichte der Charité, sowie die Geschichte der Medizin im Nationalsozialismus dargestellt.
Eine weitere Attraktion ist der ehemalige Hörsaal von Rudolf Virchow, der im Zweiten Weltkrieg durch Fliegerbomber zerstört wurde. Die Ruine wurde ähnlich wie die Gedächtnis-Kirche konserviert und dient heute als Veranstaltungsort für Konferenzen und wissenschaftlichen Diskussionen. Das Museum ist täglich (außer montags) von 10-17 Uhr geöffnet, mittwochs und samstags bis 19 Uhr. Hingehen!
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25. September 2008

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Autor: Effi
Was ist eigentlich so los in den ostdeutschen Städten? Das habe ich mich neulich gefragt. Als in Berlin lebende sieht man in der Kulturlandschaft ja manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Am selben Tag spielen Depeche Mode und Madonna, die über 50 Kinos lassen pausenlos kostbares Zelluloid durch die Projektoren laufen. Da bleibe ich vor lauter Überfluss manchmal lieber zuhause.
Oder fahre nach Leipzig. Denn dort findet vom 27.10.-02.11.08 das diesjährige Dokumentar- und Animationsfilm-Festival “DOK” statt. Das DOK ist das größte deutsche und zweitgrößte europäische Dokumantarfilm-Festival und erlebt gerade durch den momentanen Dokumentarfilmboom einen Höhenflug. Denn Dokumentarfilme sind nicht mehr irgendwelche Nischenfilme, die es vielleicht mal in die Regionalsender, aber niemals ins Kino schaffen, nein. Filme, wie “Prinzessinnenbad” oder “Deutschland - ein Sommermärchen” haben in den letzten Jahren gezeigt, dass das Genre immer mehr gefragt ist und durchaus auch ein ganz eigenes Publikum hat.

Auf der diesjährigen DOK werden wieder die spannendsten und innovativsten Filmbeiträge des letzten Jahres zusammengetragen und dem Publikum lange vor Filmstart vorgeführt. Dabei blickt das DOK auch auf eine ruhmreiche Tradition zurück, denn die Veranstaltung geht auf das Jahr 1955 zurück, wo sie vom Club der Filmschaffenden der DDR gegründet wurde. So machte sich das Festival auch politisch einen Namen, als es zur Zeit des Prager Frühling gesellschaftskritische Filme zeigte und dem Konflikt durch die ganz eigene Filmsprache eine demokratische Stimme gab.
Seit 1995 widmet sich das DOK immer mehr auch dem Animationsfilm mit einer eigenen Wettbewerbssparte und verleiht in dieser Kategorie auch einen Preis. Somit handelt es sich bei der DOK um ein Zwei-Sparten-Festival, wo sowohl Dokumentarfilm-Fans als auch Animations-Fans auf ihre Kosten kommen. Tickets kann man vor Ort erwerben und für weitere Infos schaut einfach mal auf der DOK-Webseite rein. Man sieht sich! [...mehr]
4. September 2008

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Autor: Sandra

Endlich macht es wieder Spaß draußen zu sein. Spaziergänge, Rad fahren oder einfach nur mal wieder im Park zu liegen und es sich gut gehen lassen. An diesem Wochenende, sollte das Wetter es gut mit uns meinen, sollte man genau dies tun und dabei den “europäischen Tag der Parke” feierlich begehen.
Noch nie von dem Tag der Parke gehört? Ich bis vor kurzem auch nicht, doch schon seit 1999 feiert man diesen Tag. Ins Leben gerufen wurde dieser Tag von der Organisation EuroParc, die sich für den Schutz der europäischen Naturschutzgebiete einsetzt. Das Datum geht auf den Gründungstag des 1. europäischen Nationalpark am 24. Mai 1909 in Schweden zurück und seitdem finden in 34 europäischen Ländern unterschiedliche Aktivitäten rund um die Natur statt.
Dieses Jahr feiert der europäische Tag der Parke sein 10-jähriges Jubiläum, was natürlich besonders Anlaß gibt, sich dieses Wochenende auf ins Grüne zu machen. Europaweit wurden Nationalparke, Naturparke und Biosphärenreservate von EuroParc dazu aufgerufen, mit kreativen Ideen Besucher auf die Besonderheit ihrer Landschaft aufmerksam zu machen und sie gleichzeitig für die bedrohliche Situation der Tier- und Pflanzenwelt zu sensibilisieren. Vor dem Hintergrund der Diskussionen um den Klimawandel, stellt es eine besondere Herausforderung dar, die Artenvielfalt der heimischen Wälder und Naturlandschaften zu erhalten.
Derzeit gibt es in Deutschland 14 Nationalparks, 14 Biosphärenreservate und 94 Naturparke, die bemüht sind
bei den Bürgern Interesse zu wecken. Das scheint ihnen auch zu gelingen zu können, denn die Besucher erwarten Naturerlebnisse der besonderen Art. Neben Ausflügen und Wanderungen, finden sich auch viele Kreativangebote, die vor allem für Familien geeignet sind. Das Wochenende ist wohl gerettet, und mit etwas mehr Engagement von unserer Seite könnte das die Umwelt auch sein. Informationen über Aktionen in Naturparken findet man u.a. auf der Homepage der Föderation Europarc oder den Internetseiten der Naturparke aus der eigenen Region, wie zum Beispiel der Eifel. [...mehr]
20. Mai 2008

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Autor: Hendrik
Deutschland ist geistreich und erfinderisch, aber auch kulturell. Daher begeht Deutschland am 18. Mai den Internationalen Museumstag. Die Museen sind bundesweit aufgerufen, am internationalen Museumstag unter dem Motto „Museen und gesellschaftlicher Wandel“ teilzunehmen. Denn insbesondere die Museen prägen die deutsche Kulturlandschaft. Sie sind das kulturelle Erbe der Menschheit. Sie sind der Einblick in die Zeitgeschichte.

Der Internationale Museumstag misst den deutschen Museen eine Bedeutung bei. Eine Bedeutung, die sie in der Kultur und der Gesellschaft einnehmen sollen. Dabei ist die deutsche Museumslandschaft mit über 6.000 Museen vielfältig. Und die Menschen sollen ermutigt werden, die historischen Schätze der Zeitgeschichte zu entdecken. Denn Geschichte wird in den Museen geschrieben.
Der Internationale Museumstag beleuchtet in diesem Jahr die Beziehung zwischen den Museen und den Menschen. Denn die Museen werden zunehmend personalisiert. Der persönliche Dialog zwischen Museen und deren Besuchern steht im Vordergrund. Denn auch die Ansprüche an einem Museumsbesuch unterliegen dem Wandel der Zeit.
Die Museen und deren Bestände machen die kulturelle Vielfalt greifbar. Und am 18. Mai kann in die Welt der Museen eingetaucht werden. Die bundesweiten Museumsaktionen und deren begleitenden Events sind unter http://www.museumstag.de/contenido/museumsaktionen/ zu finden. [...mehr]
9. Mai 2008

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Autor: Hendrik
Das Projekt an der Deutschen Oper Berlin hat einiges an Zoff hinter sich.
Eigentlich war Christoph Schlingensief als Regisseur Mitte Februar ausgestiegen. Er habe sich mit der Intendantin Kirsten Harms “aus persönlichen Gründen” darauf verständigt, nicht mehr an der Intendanz des Stückes mitzuwirken. Die Regie hat dann ein Regieteam übernommen, und, oh Wunder, plötzlich ist Herr Schlingensief durch Aufzeichnungen und auch persönlich wieder dabei. Was da wohl im Hintergrund ablief, nichts Genaues weiß man leider nicht.
Über das Stück weiß man da glücklicherweise mehr. Voker Braunfels orientierte sich um 1940 in seiner Bearbeitung des Mythos der Heiligen Johanna minutiös an vorhandenen Dokumenten.
Gleichzeitig mit dieser Orientierung an historischen Fakten ist eine Ausrichtung der Oper von der 3- Akte- Durchstilisierung nach wagnerischem Vorbild hin zu acht voneinander weitgehend unabhängigen Mini-Abschnitten zu betrachten.
Wo die Strukturierung der Oper sehr modern daherkommt, ist die Inhaltliche Interpretation des Stückes eher traditionell. Braunfels hat die Religiösität des Mythos hervorgehoben, stilisiert die heilige Johanna von Orleans zu einer Märtyrerfigur, die ihre Erlösung am Ende im Himmel findet. Diese Orientierung schlägt den Bogen Richtung Christoph Schlingensief, dessen Interesse an Religion und Gott mit dem Stoff perfekt harmonieren dürften. [...mehr]
7. April 2008

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Autor: Hendrik

Aufgrund der politischen Konstellation in Europa gab insbesondere in der ersten Hälfte des 19. Jahrhundert zu einem regen Kulturaustausch zwischen Berlin und St. Petersburg. Die engen Beziehungen zwischen Preußen und Russland, die nach der Vertreibung Napoleon entstanden sind, wurden mit der Heirat von Charlotte von Preußen und Zar Alexander I. weiter vertieft.
Charlotte, die später unter dem Namen Alexandra Feodorowna den orthodoxen Glauben annahm, förderte die Freundschaft zwischen dem Zar Alexander König Friedrich Wilhelm III. sowie Königin Luise, so dass die staatlichen Beziehungen schon auf gegenseitigen Sympathien beruhten. Diese Epoche, die durch die Ausstellung näher beleuchtet wird und kaum in Schulbüchern Erwähnung findet, war ein Segen für den Kulturaustausch beider Staaten.
Die Spuren jener Zeit lassen sich noch heute in Berlin und seiner Umgebung beobachten. Der Alexanderplatz, einer der beliebtesten Plätze der deutschen Hauptstadt, verdankt der intensiven Freundschaft seinen Namen. In Potsdam wurde gar ein russisches Dorf (Alexandrowka)mit einer orthodoxen angelegt, währenddessen die berühmte Sommerresidenz Peterhof von Nikolaus I. in Russland nachempfunden wurde. In den künstlerischen und intellektuellen Austausch waren die geistigen Größen jener Zeit aus beiden Staaten involviert, so waren Alexander von Humboldt und Wassily Shukowski, Architekten wie Wassily Stassow und Karl-Friedrich Schinkel, Maler wie Franz Krüger und Grigori Tschernetzow daran beteiligt.
Unter dem Titel „Macht und Freundschaft. Berlin – St. Petersburg 1800–1860“ wurde im Berliner Martin-Gropius-Bau ein eindrucksvolles Stück deutsch-russischer Geschichte zusammen getragen, dass es sich anzuschauen lohnt. Besonders Schüler könnten die Ausstellung als Lernhilfe für Unterricht nutzen. [...mehr]
19. März 2008

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