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Autor: Thomas

Die New York Times nannte sie einen „Outlaw Writer“ und traf damit ziemlich genau das, was Kathy Acker Zeit ihres Lebens war. Bevor eine breite Öffentlichkeit ihre von radikalen Tabubrüchen bestimmten Romane überhaupt wahrnahm, galt sie im Underground bereits als „Queen of Punk“. Skandalös, direkt und obszön waren ihre Auftritte jederzeit, und auch 12 Jahre nach ihrem frühen Tod ist ihre Arbeit immer noch unbequem. 2007 zeichnete die Dokumentarfilmerin Barbara Caspar ein vielschichtiges Porträt der Künstlerin.

Dichter seien die „weißen Nigger dieser Zeit“, konstatierte Kathy Acker einmal. Bedenkt man, dass derzeit kein einziges ihrer Bücher mehr auf dem deutschen Markt erhältlich ist, muss man ihr wohl zustimmen. Ihr berühmtester Roman „Blood and Guts in High School“ (dt.: „Harte Mädchen weinen nicht“) landete 1985 hierzulande gar auf dem Index. Sexsucht, Inzest, Versklavung von Frauen und Zwangsprostitution – das war der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften einfach zuviel. Dabei gehört dieser Titel bei weitem nicht zu den provokantesten der stets rebellischen Amerikanerin.    [...mehr]


Autor: Thomas

Zum mittlerweile 21. Mal finden sich in Köln derzeit Medienmacher, Manager, Publizisten und Politiker zusammen, um die aktuelle Lage der Branche unter die Lupe zu nehmen. Doch das medienforum.nrw kann mehr als bloßer Fachkongress sein. Fester Bestandteil der Veranstaltung ist etwa das Medienfest, auf dem sich junge Leute über Ausbildungsmöglichkeiten und Berufschancen informieren können. Für Laien wie Profis gleichermaßen interessant: Das TV-Festival „Großes Fernsehen“, das neue Produktionen zum ersten Mal auf der großen Leinwand zeigt.

Logo medienforum.nrw / Festival Großes Fernsehen (Quelle: www.medienforum.nrw.de)

„Medien in Bewegung“ lautet das offizielle Motto des diesjährigen Medienforums. Bis zum 24. Juni diskutieren Branchenkenner in der Rheinparkhalle der Kölner Messe über gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen ihres Wirkumfeldes. Unter dem Schirm der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) und gefördert mit Mitteln des Landes, referieren hochkarätige Namen wie Regisseur Tom Tykwer, Fernsehmacher Holm Dressler, Ex-Viva-Chef Dieter Gorny (jetzt bei der Ruhr.2010), RTL-Nachrichtenchef Peter Kloeppel, NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers, WDR-Intendantin Monika Piel und viele andere mehr.    [...mehr]


Autor: Anvar

Mit einem gewitzten Plot, tollen Charakteren und geschmackvoller Musik begeister How I met your mother die Sitcom-Fans

ProSieben ist seit Jahren der Sender, der den guten neuen Sitcoms aus den USA auch im bundesdeutschen Fernsehprogramm eine Heimat bietet. Nach „Klassikern“ wie Friends, Seinfeld, Will&Grace oder den kongenialen Scrubs, heißt der neueste Geniestreich How I met your mother.Durchaus gewagt und experimentell ist die Ausgangsposition. Der mittlerweile 52-jährige Ted erzählt seinen Kindern im Jahr 2030 wie er 25 Jahre zuvor ihre Mutter kennenlernte, und diese Flashbacks lassen kein Detail aus. Der etwas tollpatschige Normalo und seine nicht minder verschrobenen Freunde sind typische Endzwanziger der Großstadt und teilen deren Freuden und Nöte: alles dreht sich um Liebe und Sex.
How I met your mother, oder HIMYM, wie die zahllosen Fans in den USA ihre Lieblingsserie  auch nennen, lebt vor allem von diesen Charakteren: Alyson Hannigan, bekannt aus Buffy und American Pie, ist die eiNeil Patrick Harris - er spielt den Frauenheld Barney, einen von vielen wunderbaren Charakteren © flickr / watchwithkristinne Hälfte von Lily und Marshall,des Pärchens, das seine gesamte Umgebung schamlos mit allen Details seiner Beziehung terrorisiert, oder Cobie Smulders als wunderschöne Fernsehreporterin Robin, in die sich Ted sofort verliebt. Den großartigsten Part spielt aber mit Sicherheit Neil Patrick Harris (Ex-Wunderkind-Doktor Doogie Howser!!): den Frauenheld Barney, den keiner so richtig sympathisch findet, aber den doch alle irgendwie gern haben. Er nimmt kein Blatt vor den Mund, ist aber natürlich ein typischer Fall von „harte Schale, weicher Kern“. Die liebevoll skurril gezeichneten Charaktere machen HIMYM zu einem Hit.Die Krönung ist dabei die unfassbar gute Musik, die das Gedudel aus anderen Serien um Längen schlägt: die ganze Bandbreite des geschmackvollen Indiepops von Belle and Sebastian bis hin zu Fountains of Wayne erfreut das Ohr des geneigten Serien-Junkies.
Davon wollen wir mehr! Zur Not auch auf einem recht stiefmütterlichen Sendeplatz im Samstagnachmittag-Kinderprogramm.    [...mehr]


Autor: Hendrik

Atze Schröder ist einer der wenigen TV-Comedians, die mir noch unsympathischer sind als Mario Barth. Hella von Sinnen mal ausgenommen.

Atze Schröder, der es nicht gern hat, wenn man seinen richtigen Namen im Internet nennt, ist momentan auf Tour. Und sein Erfolg ist überwältigend. In diesem Monat sind seine Dates fast alle ausverkauft. Das bedeutet, auch wenn er auf wirklich billige Methoden zur Publicity-Generierung zurückgreifen muss - er kommt bei den Leuten an.    [...mehr]


Autor: Hendrik

Mario Barth ist der zur Zeit erfolgreichste deutsche Comedian.

Über Mario Barth zu schreiben, ist genau genommen witzlos. Der Mann füllt ein Stadium, presst das auf eine DVD, verdient eine Menge Geld damit. Mario Barth - “einer von uns”… ein Held der Arbeiterklasse, der sich mit nur einem Funken Intellekt und viel Charme durch das Leben kämpft. Genau das richtige Quentchen Intellekt und die exakt abgestimmte Überportion Charme um anzukommen bei Deutschlands Gernelachern und “Upps” (die Pannenshow!) - Stammguckern. Genau das richtige dummdreiste Grinsen und die leicht verkrampfte Haltung um zu signalisieren: “Ick bin genau so blöd wie ihr und weiß das auch.”

Mit Mario Barth lacht man über die anderen. Siehe “Mario Barth präsentiert” inklusive armseliger Einpark-Spielchen. Mit Mario Barth lacht man über die Freundin. Siehe 98 % aller Mario-Barth Witze. Oder man lacht, weil Mario Barth verkniffen ins Publikum starrt. Siehe Mario Barths live Show.

Herr Barth hat jetzt eine Single. Die nennt sich “Mensch Berlin” und knüpft zielsicher an die Legende Harald Juhnke an. Um auch die etwas älteren Lacher “von uns” abzugreifen. Nur haben Mario Barth und Harald Juhnke in etwa soviel gemeinsam wie Sido und MF Doom. Alles nur Äußerlichkeiten und dazu noch schlecht kopiert.

Aber eben erfolgreich. Und da heutzutage der Erfolg jedem Recht gibt, müssen wir uns wohl einstellen auf eine weitere Welle von Barths Geschichten über seine nackt vornübergebeugte Freundin. Harr Harr.    [...mehr]